Sandfilteranlage – entfernt Schmutzstoffe aus dem Wasser

Sandfilteranlage – entfernt Schmutzstoffe aus dem WasserWasser ist ein wichtiges Gut, von dem man eigentlich nie genug haben kann. Nur sauber muss es sein. Unser Trinkwasser entnehmen wir dem Grundwasser. Auf seinem Weg von der Oberfläche bis ins Grundwasserreservoir muss das Oberflächenwasser diverse Sandschichten durchlaufen. Ein Vorgang, der das Wasser optimal reinigt. So können die Erdschichten Nitrate, Schwebteilchen unterschiedlicher und sogar radioaktive Teilchen, chemische und biochemische Kampfstoffe aus dem Wasser, aber auch der Luft filtern. Im Privaten wird man mit diesen speziellen Szenarien nicht konfrontiert. Dennoch kann es notwendig werden, Wasser filtern zu müssen. Etwa das Regenwasser, das für den Nutzgarten benötigt wird oder aber das Wasser im Swimmingpool. Gerade im Pool droht das Wasser schnell zu verschmutzen, zu veralgen, da kaum Strömung zu verzeichnen ist. Sandfilter und eine gute Pumpe sind hier der Helfer in der Not.

Die Funktion des Sandfilters

Die Sandfilteranlagen, wie wir sie vom Swimmingpool kennen, bestehen aus einer starken Pumpe sowie einem Kessel, der mit Sand gefüllt ist. Dieser Sandkesser gibt der Sandfilteranlage ihren Namen. Mit einem Schlauch ist der Kessel mit der Pumpe verbunden. Ein weiterer Schlauch wird als Verbindung zwischen Pool und Kessel eingesetzt.

Die Pumpe saugt nun Wasser aus dem Pool heraus. Durch den ersten Schlauch wird es durch die Pumpe hindurch in den Sandkessel geleitet. Dieser Schlauch wird oben am Kessel angebracht. Mit relativ hoher Geschwindigkeit wird das Wasser in den Sandkessel gedrückt. Auf dem Weg zum zweiten Schlauch muss das Wasser alle vorhandenen Sandschichten durchlaufen und lässt die Schwebstoffe, Nitrate und so weiter zurück im Sand. Es wird von fast allen Stoffen, die sich darin befinden, gereinigt. Der verwendete Quarzsand ist sehr fein, weshalb er als Schmutzfänger dienen kann. Das gesäuberte Wasser fließt durch den zweiten Schlauch am unteren Ende nun zurück in den Pool und der Kreislauf beginnt von vorn.

ACHTUNG – Ist die Sandfilteranlage in Betrieb, darf der Pool nicht betreten werden!

Von welcher Leistung wird hier gesprochen?

Grundsätzlich sollte eine Filteranlage von der Größe des Pools abhängig gemacht werden. Schnell kann man sich zum Kauf einer viel zu großen Sandfilteranlage überreden lassen. Zudem sollte man bedenken, dass nicht alle Pools auch tatsächlich eine Filteranlage benötigen, da sie einfach viel zu klein sind.

In Watt wird die Leistungsaufnahme einer Pumpe gemessen. Anhand dieser Angabe können Sie bereits erahnen, wie stark die Pumpe tatsächlich ist. Zudem verrät die Watt-Angabe auch ein wenig über den Stromverbrauch. Nehmen wir an, die Pumpe verfügt über 500 Watt Leistung. Wir haben es also mit einem halben Kilowatt zu tun. Dieser Verbrauch bezieht sich auf eine Stunde. Es lässt sich also schnell errechnen, wie hoch die Kosten für eine Stunde Strom sind, um diese Pumpe zu betreiben.

Verfallen Sie nicht dem Trugschluss, dass eine hohe Watt-Leistung auch eine hohe Pumpleistung erzeugt. Viel wichtiger ist die Angabe, wieviel Liter Wasser innerhalb von einer Stunde bewegt werden können. Manchmal wird dieser Wert nicht in Litern, sondern in m³h, also wie viel Kubikmeter pro Stunde durch den Sandkessel bewegt werden können. Schwache Pumpe können maximal 4.000 Liter pro Stunde durch das System pumpen. Starken Pumpen hingegen können bis zu 10.000 Liter pro Stunde bewegen.

An diesem Punkt müssen Sie beim Kauf einer Sandfilteranlage unbedingt konzentriert vorgehen. Genau in diesen Angaben nämlich werden Sie in einem Vergleich der unterschiedlichen Modelle / Hersteller die größten Unterschiede feststellen können. Bedenken Sie, dass empfohlen wird, das gesamte Poolwasser zwei bis drei Mal pro Tag vollständig durch den Filter laufen zu lassen. Je größer der Pool also ist, desto größer muss auch die Pumpe sein, um das Wasser lange sauber halten zu können.

Das Füllmaterial

Sand ist nicht gleich Sand. Diese Aussage fällt sofort unter den Tisch. In der Regel wird zu diesem Zweck Quarzsand verwendet. Dies ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten und muss separat geordert werden. Welche Menge Sie für die erstandene Sandfilteranlage benötigen, entnehmen Sie bitte den Herstellerangaben. Dabei behilflich sind die Markierung für den Minimal- und den Maximalfüllstand. Zu hundert Prozent können Sie die Füllmenge natürlich nicht einhalten. Aber wenn Sie die 99% erreichen, ist es doch auch gut.

Sand reinigen?

Ja, korrekt! Auch der Sand in der Sandfilteranlage muss gereinigt werden. Es wird empfohlen, den Quarzsand einmal pro Woche zu reinigen. In dieser Zeit hat er bereits viel Wasser gereinigt.

Um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, wird ein Manometer benötigt. Es zeigt den Druck an, mit dem das Wasser durch den Filter läuft. Jede Anlage verfügt über einen Normalstand. Wird dieser stark überschritten, ist der Sand mit vielen gefilterten Teilchen gesättigt und bedarf der Reinigung.

Über das Ventil wird nun der „Rückwärtsgang“ eingeschaltet und das Wasser gewissermaßen rückwärts durch den Sandkessel bedrückt. Dieser Vorgang wird Rückspülen genannt und dauert nur einige Minuten. Für gewöhnlich wird dieser Vorgang in der Betriebsanleitung beschrieben, damit er korrekt durchgeführt werden kann. Ist der Vorgang abgeschlossen, kann der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden, wodurch das Wasser wieder einwandfrei gereinigt wird.

Der Kalk

Leider kann sich auf Dauer auch Kalk im Quarzsand absetzen. Wie schnell dies möglich ist, ist von der Wasserhärte in Ihrer Region notwendig. Meist genügen drei bis vier Entkalkungsvorgänge im Jahr. Hierfür wird das Entkalkungspräparat in einen Skimmer gegeben, sodass das Mittel sich verteilen und über Nacht einwirken kann. Während dieser Zeit wird die Pumpe ausgeschaltet. Am nächsten Tag wird alles ausgespült.

Positionierung der Sandfilteranlage

Ein deutlicher Abstand zum Swimmingpool wird empfohlen. Ein stabiler Untergrund ist notwendig, am besten auf einigen Steinplatten. Für einen versenkten Swimmingpool ist ein Filterschacht, der nicht voll Wasser laufen kann, empfehlenswert. Zudem darf er nicht luftdicht verschlossen werden. Beachten Sie bei der Positionierung die Angaben des Herstellers und achten darauf, dass keine Luft in der Pumpe zirkuliert.

… und ein Letztes

Ein weiterer Punkt, um Pool und Wasser rein zu halten, ist die regelmäßige Zufuhr frischen Wassers. Auf diese Weise wird eine Ausdünnung der verunreinigenden Stoffe erwirkt. Um genau sagen zu können, wann ein vollständiges Auswechseln des Wassers notwendig ist, sollte man in regelmäßigen Abständen, die Belastungswerte des Wassers untersuchen. Die einen nehmen einmal jährlich einen Austausch vor, die anderen wechseln nur einen Teil nach dem Winter aus. Bei Bedarf kann stabilisiertes Chlor, auch Cyanursäure genannt, eingesetzt werden, um der Hygiene genüge zu tun. Dies sollte allerdings nur dann gemacht werden, wenn nichts anderes mehr hilft. Denn wird die Cyanursäure eingesetzt, wird dauerhaft eine immer größere Menge benötigt. Besser ist das regelmäßige Reinigen und ein auf diese Weise hoch gehaltener Reinheitsgrad des Wassers.